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Psychotherapie in Neumünster, Maren Hofmann - zurück zur Startseite
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Dysthymia - Dysthymie

Patienten mit Dysthymia werden über einen langen Zeitraum, manchmal jahrzehntelang hinweg von Niedergeschlagenheit, Selbstzweifeln und Ängsten geplagt. Dass dieser Zustand der milden depressiven Verstimmung so lange andauert, zehrt an ihren Energien und lässt sie manchmal daran zweifeln, ob überhaupt eine Heilung möglich ist. Manche beschreiben es als leichten grauen Schleier, der sich über das eigene Leben legt und alles ein bißchen grau aussehen läßt, oder wie einen Nebel, der einen Großteil der bunten Farben des eigenen Lebens verschluckt.

Bei der Dysthymia treten die Symptome der Depression in leichterer Form auf. Im Unterschied zu depressiven Episoden verläuft die Dysthymia jedoch nicht phasenhaft. Es wechseln sich auch nicht, wie bei der Zyklothymia, Episoden gedrückter Stimmung mit solchen gehobener Stimmung ab. Die Niedergeschlagenheit hält konstant über eine Zeitraum von mehreren Jahren hinweg an. Patienten, die an einer dysthymen Störung leiden, klagen häufig neben einer anhaltenden Traurigkeit und Selbstzweifeln über Erschöpfung, Angst und Unsicherheit. Sie haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und Entscheidungen zu treffen. Auch körperlich kann sich die Störung manifestieren in einem gestörten Appetit und Schlaf. 

Zwar treten bestimmte Risiken, die eine schwere Depression begleiten können, etwa starke Schuldgefühle, psychotische Symptome oder Selbstmordgedanken, bei Patienten mit Dysthymia nicht auf, doch stellt allein die lange Dauer des Leidens eine enorme Belastung für dieBetroffenen dar. Ihre Erkrankung erlaubt ihnen,

ihr gewohntes Berufs- und Privatleben aufrecht zu erhalten, raubt ihnen jedoch gleichzeitig viel Kraft und lässt keine Erholung und Entspannung mehr zu. Was die Erwartung ihrer Heilung angeht, resignieren dysthyme Patienten möglicher Weise in Anbetracht der Dauer ihrer Erkrankung.

Eine Dysthymia beginnt sehr oft bereits im jungen Erwachsenenalter und begleitet den Menschen dann über viele Jahre. Wie stark die Symptome jeweils ausgeprägt sind, kann dabei schwanken, die leicht depressive Grundstimmung bleibt jedoch. In manchen Fällen entwickelt sich die Dysthymia aus einer überwundenen schweren Depression heraus.

In der Psychotherapie haben sich zur der Behandlung der Dysthymia dieselben Methoden bewährt, die auch bei der Depression eingesetzt werden. Eine gründliche Diagnostik ist wie bei jeder Psychotherapie auch hier eine wichtige Grundlage, denn gelegentlich versteckt sich eine andere Störung wie z. B. eine Persönlichkeitsstörung hinter der dysthymen Symptomatik, so dass das therapeutische Vorgehen auf beide Beschwerdebereiche abgestimmt werden muss, um den Erfolg der Behandlung zu gewährleisten.

Erleidet ein Mensch mit Dysthymie zusätzlich eine depressive Episode, dann spricht man von „double depression“ , übersetzt der doppelten Depression. Der Leitlinie folgend wird hier eine kombiniertes Vorgehen mit Psychotherapie sowie Antidpressiva empfohlen.

 

   
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