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Psychotherapie in Neumünster, Maren Hofmann - zurück zur Startseite
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Konfrontationsbehandlung - Exposition

Die Konfrontationsbehandlung, auch Exposition genannt, ist vielleicht die bekannteste Methode der Verhaltenstherapie, die daher auch häufig in Dokumentationen präsentiert wird. Sie eignet sich gut zur Behandlung von Angst- und Panikattacken sowie Zwangsstörungen. Insbesondere bei der Behandlung von sozialer Phobie, Agoraphobie sowie bei isolierten Ängsten (z. B. Angst vor bestimmten Tieren oder bestimmten Situationen wie bei der Höhenangst) konnten sehr gute Erfolge und Heilungschancen von bis zu 95 % erzielt werden.

Im Rahmen einer Konfrontationsbehandlung lernt der Patient, sich den eigenen Ängsten zu stellen, indem er sich den angstauslösenden Reizen und Situationen gezielt aussetzt. Das Vermeidungsverhalten, das bei Angsterkrankungen häufig in einen Teufelskreis führt, wird dadurch überwunden und der Patient erlebt seine vormaligen Ängste als unbegründet. Der Erfolg der Konfrontationstherapie beruht also darauf, dass sie den Patienten ermöglicht, neue Erfahrungen in Situationen zu machen, die ihnen bisher Angst machten. Der Patient erlebt einerseits, dass er es schafft, sich seiner Angst und den sie begleitenden körperlichen Reaktionen auszusetzen, andererseits auch, dass die Angst in der Situation selbst nachlässt. Er lernt so, dass er selbst, indem er die Angst überwindet, die Kontrolle über seine Angst bekommt.  

 

Der Erfolg der Konfrontationsbehandlung beruht ganz wesentlich darauf, dass der Patient therapeutisch auf die Konfrontation mit der Angst vorbereitet wird. So wird ihm unter anderem ein Erklärungsmodell für seine Ängste wie auch für deren mögliche Überwindung zur Verfügung gestellt. Davon ausgehend wird die reale Konfrontation vorbereitet. Während die ersten Erfahrungen mit den angstauslösenden Situationen meist in Begleitung des Therapeuten gemacht werden, setzte der Patient die Übungen später alleine fort.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse deuten allerdings darauf hin, dass die angstauslösenden Bilder mit dieser Technik nicht gelöscht werden, sondern dass diese Angstbilder bleiben und die Ängste daher leicht reaktivierbar sind, und dass deshalb noch längere Zeit darauf geachtet werden muss, nicht in altes Vermeidungsverhalten zurückzufallen. Zudem kann die Exposition nur bei Ängsten angewandt werden, in denen rasch erkennbar ist, ob das, wovor man Angst hat, also die befürchtete Konsequenz auch eintritt. Wer beispielsweise Angst vor Krankheiten oder nächtlichen Einbrechern hat, dem kann mit dieser Maßnahme meist nicht geholfen werden, sondern es müssen andere Herangehendweisen gewählt werden.

 

   
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