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Diagnosen

Angsttherapie – Psychotherapie bei Ängsten

Oftmals führt der Weg zur psychotherapeutischen Unterstützung bzw. zur Angsttherapie über Versuche, die Angst mit Beruhigungsmitteln auszublenden. Das kann kurzfristig unterstützend auf die Verfassung des Leidtragenden wirken, eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Angst geschieht allerdings nicht, im Gegenteil besteht die Gefahr einer Verfestigung der Angstproblematik. Insbesondere der Einsatz von abhängigmachenden „Angstlösern“ wie Tavor muss gut abgewogen werden (siehe Benzodiazepine).

Analyse der Auslöser

Eine Angsttherapie verhilft dem Betroffenen zur ehrlichen Konfrontation mit seiner Lebenssituation. Ziel ist es, die Angst klar zu definieren, um deren Charakter sowie ihre Dimension festzustellen. Wann und wo tritt sie auf? Reagiert man aktiv oder passiv auf den Zustand? Was ist das individuelle Ziel der Therapie? Es ist auch wichtig zu klären, ob hinter der Angst ein kurzzeitiger Konflikt oder eine traumatische Lebensgeschichte steht. Dabei hört die Therapeutin zu, gibt Impulse und baut auf. Dennoch muss jeder Hilfesuchende sich letztendlich den eigenen Ängsten stellen und sie aushalten, um sein Verhalten zu verändern und an Lebensqualität zu gewinnen.

Der Psychotherapie liegt die sorgfältige, präzise Analyse der seelischen Krisensituation zugrunde. Durch Fragen, einen intensiven Austausch sowie praktische Hinweise lassen sich spontane Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Zwänge erkennen und aufbrechen. Umfang und Zeitdauer der Behandlung variieren je nach Ausgangszustand, Symptomatik und Schwere der Angststörung. Da die Ängste in der Regel mit einem enormen Leidensdruck verbunden sind, erscheint es häufig zwingend notwendig, zeitnah mit einer psychotherapeutischen Behandlung zu beginnen.

Auseinandersetzung mit der Angst

In der Angstherapie übt der Betroffene den Umgang mit Angst und den Angst auslösenden Situationen. So geht es darum, die unangenehmen Gefühle auszuhalten und zu erleben wie sie ihren Schrecken verlieren. Hilfreich sind dabei verschiedene Techniken wie z.B. Atemtechniken, die dem Betroffenen helfen, erneut eine ausreichende Kontrolle über die Situation und das eigene Verhalten zu bekommen. Zum Einsatz kommen eine Palette weiterer meist verhaltenstherapeutischer Techniken, die helfen, den Kreislauf der Angst aufzubrechen und Bewältigungsmöglichkeiten zu erlernen, wieder handlungsfähig zu werden. Als Methode ist hier zum Beispiel die Konfrontationsbehandlung zu nennen. Zudem wichtig ist es, auf ein den Gesundungsprozess unterstützendes Alltagsverhalten zu achten.