- Willkommen
   
  Termin & Anfahrt
  Psychotherapie
  Diagnosen
  Therapieangebote
  Leserforum
  Praxis & Lebensläufe
  Selbsthilfe
-  
   
   
   
   
  Psychotherapie
  Kliniken
  Angehörige
  Sonstiges
 
Psychotherapie in Neumünster, Maren Hofmann - zurück zur Startseite
Bild, Psychotherapie Neumünster, Beschwerdebilder
 
 

 


Erfahrungen im Bereich Psychotherapie - Blog

Hier können Sie als Leser dieser Homepage anderen Interessierten von Ihren Erfahrungen im Bereich der Psychotherapie berichten, unabhängig davon, wo Sie diese gesammelt haben.

Über 3 Jahre habe ich eine Therapie gemacht, viel geredet, viel geschwiegen, viel gedacht. Und was soll ich sagen, es war eine Reise in mein Inneres, zu mir selbst. Eine Reise nur für mich allein, aber nicht allein.

Auszug aus einem Brief vom 27.12.09 von G. (weiblich)


Ich bin seit über einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung, leide unter Depressionen, seit ich meine Arbeit verloren und mich immer mehr von der Welt da draußen zurückgezogen habe. In den Sitzungen habe ich viel über mich selbst erfahren, aber letztlich auch über meine Beziehung. Der Durchbruch hat lange auf sich warten lassen, aber heute sehe ich vieles in einem ganz anderen Licht. Durch meine Erzählungen ist meine Therapeutin zu der Erkenntnis gelangt, dass mein Lebensgefährte eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben muss. Tatsächlich ist es so, dass sich immer alles um ihn drehen muss. Er kontrolliert mich, bremst mich, übt permanent Druck aus und wirkt so ständig gegen mich, gegen eine Entfaltung meiner Persönlichkeit. Statt mich bei meiner Jobsuche zu ermutigen, macht er mich schlecht, sagt, mit meiner Ausbildung habe ich auf dem Arbeitsmarkt nun einmal keine Chance usw. Ich weiß, es wird nicht leicht, aber ich will zurück ins Leben, raus aus der Depression, wieder rein in meinen Beruf. Die Therapie gibt mir Kraft, das anzugehen – und hoffentlich auch durchzustehen.

E-Mail vom 10.08.2010 von V. (weiblich)


 

(M)ein Leben mit Depressionen

Eine Depression ist eine vielschichtige psychische Erkrankung, die durch zahlreiche Symptome gekennzeichnet ist: Langanhaltende Niedergeschlagenheit und Traurigkeit, starke Selbstzweifel und Antriebsarmut sowie unaushaltbarer seelischer Schmerz. Die Konzentration lässt nach, das Schlafen wird problematisch. Jegliche Freude verblasst - etwas zu genießen fällt schwer. Im Kopf finden melancholische Gedankengänge bis hin zum Wunsch, seinem Leben ein Ende zu setzen, statt.

Nahezu seit ich denken kann, wird jegliche Freude, die ich empfinden könnte, von schweren Depressionen unterdrückt. Ich habe so viel Schlechtes erlebt, dass es kaum möglich ist, an etwas anderes zu denken. Immer wieder muss ich an Situationen denken, denen ich in meiner Kindheit ausgesetzt war: Meine Mutter war ein Messie, weshalb die Wohnung wie eine Müllhalde oder ein Schrottplatz aussah. Ich hatte nie die Möglichkeit Freunde mit nach Hause zu nehmen oder meinen Geburtstag zu feiern. In der Schule wurde ich deshalb gemobbt und war immer ein Außenseiter. Als ich 10 Jahre alt war, ließen sich meine Eltern scheiden - das schlimmste daran war, dass mein Bruder mit meinem Vater in eine neue Wohnung gezogen ist und ich mit meiner Mutter allein sein musste. Ich musste für meine Mutter da sein, sie trösten und ihr vorspielen, stark zu sein. Die psychische Belastung war bald so groß, dass ich einen Psychologen aufsuchen wollte, doch es wurde mir von meiner Mutter verwehrt.

 


Meine Erkrankung schritt voran: Die schulischen Leistungen wurden schlechter, ich zog mich zurück und isolierte mich. Genau das sollte man nicht tun, da es dadurch schnell zur Vereinsamung kommt. Doch ich konnte nicht anders - mein Antrieb erlaubte es nicht mehr, das Haus zu verlassen, mich mit anderen Menschen zu treffen oder Hobbies auszuüben.

Nachdem ich mit 18 Jahren sexuell missbraucht wurde, suchte ich einen Neurologen auf, der mir Antidepressiva verschrieb. ‍Doch sie wirkten nicht. Inzwischen habe ich 17 verschiedene Antidepressiva und Neuroleptika zur Behandlung meiner Depressionen, Dissoziationen und Halluzinationen ausprobiert - alles erfolglos. Ich machte 2,5 Jahre lang eine Psychotherapie, die zwar bei akuten Krisen half, aber langfristig keine Erfolge brachte. Über die Jahre war ich bei verschiedenen Neurologen und Psychiatern und war für 9 Wochen in der Karl-Jaspers-Klinik in Oldenburg. Dort machte ich unter anderem einen Diazepam- und Ibuprofen-Entzug und lernte wieder, dass ein geregelter Tagesablauf und eine vernünftige Tagesstruktur sowie regelmäßiger Sport dazu beitragen können, sich wieder besser ins Leben einzugliedern.

Nach meinem Klinikaufenthalt gründete ich eine Selbsthilfegruppe für Depressive, mache zur Zeit eine Ergotherapie und nehme weiterhin Antidepressiva. Dadurch, dass ich jeden Morgen zur selben Zeiten aufstehe und mir täglich einen Tagesplan mit allen Pflichten, die zu erfüllen sind, erstelle, habe ich mehr Antrieb und es geht mir deutlich besser als vor einigen Jahren. Mir ist bewusst geworden, dass man so früh wie möglich Hilfe in Anspruch nehmen sollte, da über die Jahre immer mehr Symptome entstehen können. In meinem Fall waren dies Dissoziationen, Anorexie, psychotische Wahrnehmungen und eine Medikamentenabhängigkeit. Ebenso ist mir klar geworden, dass man sich seiner Krankheit nicht zu schämen braucht, da Depressionen inzwischen eine Volkskrankheit sind. Wer sich rechtzeitig Hilfe sucht, wird die Depression mit Sicherheit mildern können und wieder lernen, dass das Leben mehr Schönes zu bieten hat als man in seinem Schmerz sehen kann.

E-Mail vom 10.12.10 von T. (weiblich)


Dissoziationen - was bedeutet das eigentlich?

Eine Dissoziation ist eine Schutzfunktion der Psyche: Labile Menschen dissoziieren, wenn sie Situationen nicht aushalten / ertragen können und Gefahr laufen, seelisch daran zu zerbrechen. Erinnerungen an traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit werden teilweise oder komplett ausgeblendet und vom Bewusstsein abgespalten. Ebenso können Dissoziationen sowohl zum Verlust bestimmter Gefühle und Empfindungen als auch zu einer gestörten Selbstwahrnehmung führen. Dissoziiert der Mensch, kommt es vor, dass er seine Umgebung anders / verzerrt wahrnimmt und die Kontrolle über Körperbewegungen verliert.

Auszug aus einer Email vom 20.12.2010 von T. (weiblich)


   
  © 2004, 2009 Maren Hofmann Großflecken 39 • 24534 Neumünster / Kiel • Tel.: 04321 - 40 41 86 • Impressum / HaftungsausschlussSitemap