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Schmerz

Schmerzsyndrom

Schmerzsyndrome können sich in zahlreichen Facetten zeigen, die die Betroffenen manchmal ebenso ratlos werden lassen wie die Ärzte. Inzwischen leiden etwa 2% der mitteleuropäischen Bevölkerung unter dem im psychosomatischen Bereich angesiedelten Schmerzsyndrom namens Fibromyalgie.

Fibromyalgie

Die Fibromyalgie, ebenfalls unter den Namen Fibromyalgiesyndrom oder auch fälschlich als Weichteilrheumatismus oder Muskelrheumatismus bekannt, zeigt als ein äußerst komplexes Schmerzsyndrom, das im Körper an verschiedenen Stellen auftritt. Betroffen sind die Knochen, die Muskulatur oder auch das Bindegewebe, wobei man mittels 18 Tender Points typische Druckschmerzen verspüren kann.

Dieses Schmerzsyndrom zeigt sich jedoch mit ergänzenden Begleiterscheinungen, die neben den vorhandenen Schmerzen eine massive Belastung für die Betroffenen darstellen können. Hierzu zählen sowohl vegetative oder funktionelle Symptome, wie etwa ein Reizdarm als auch psychische Störungen, die sich unter anderem mit depressiven Verstimmungen äußern können.

Da oftmals keinerlei organische Erkrankungen festzustellen sind, liegen die aufgezeigten Schmerzsyndrome möglicherweise auch im psychischen Bereich begründet. Die Ursachen der Entstehung einer Fibromyalgie sind bislang ungeklärt, wobei mit unterschiedlichen Massagen, regelmäßigem Ausdauersport, Biofeedback, Entspannungsmethoden oder auch einer psychotherapeutischen Begleitung eine effektive multimodale Therapie zum Einsatz gebracht werden kann.

Psychogenes Schmerzsyndrom

Neben dem bereits genannten Schmerzsyndrom, gibt es zudem das psychogene Schmerzsyndrom, das sich ohne erkennbare Ursache bei verschiedenen Bewegungsabläufen aufzeigt und durch eine Untersuchung bei einem Arzt sich als nicht körperlich bedingt diagnostizieren lässt.

Oftmals werden die Betroffenen als Simulant oder Hypochonder bezeichnet, doch die Schmerzen treten real auf und können mit verlaufender Zeit zu tatsächlichen körperlichen Beschwerden führen, da beispielsweise eine Schonhaltung eingenommen wird und in der Folge die Muskulatur entweder verkümmert oder permanent verspannt ist. Zu den psychogenen Schmerzen kommen dann die körperlichen Schmerzen hinzu und verschlimmern damit dem Betroffenen die tägliche Situation.

Psychotherapeutische Hilfe stellt sich bei diesem Schmerzsyndrom besonders dann als äußerst hilfreich dar, wenn sich das Symptommuster noch nicht zu sehr verfestigt hat. Besonders Augenmerk wird hierbei auf spezifische Faktoren, wie etwa die biografische Disposition. Das Aufarbeiten möglicher Traumata aus der Kindheit, sowie mögliche auslösende Situationen, können mittels Hypnose, einer psychoanalytisch oder auch einer kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapie erzielt werden. Ergänzende physiotherapeutische Maßnahmen und das Ausüben unterschiedlicher Entspannungstechniken sind entscheidende Module, um zu einer neuen Schmerzfreiheit zu gelangen.


   
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