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Psychotherapie in Neumünster, Maren Hofmann - zurück zur Startseite
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Selbstpsychologie

Die Selbstpsychologie wurde als eine Richtung der Psychoanalyse in den 1970er Jahren von Heinz Kohut begründet, der sie vor allem zur erfolgreicheren Behandlung narzisstischer Erkrankungen entwickelt hat. Heutzutage wird sie bei Patienten mit verschiedenen Beschwerdebildern angewandt. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse stehen in der Selbstpsychologie nicht die psychischen Konflikte, die zum Leiden eines Menschen geführt haben, im Zentrum von Theorie und Behandlung, sondern die vielmehr deren Genese bzw. Entstehung: Grundannahme der Selbstpsychologie ist, dass ein Konflikt erst in seiner Entwicklung verstanden werden kann und damit auch behandelbar wird.

Ausgangspunkt der Selbstpsychologie ist das Selbst als im Menschen ruhendes erlebendes und handelndes Zentrum. Anders als das Ich wird das Selbst als eine übergreifende Instanz in der Persönlichkeit eines Menschen begriffen. Diese umfasst Über-Ich und Es, außerdem alle Objekte, d. h. die Vorstellungen von den uns nahe stehenden Personen. Einige Modelle beschrieben das Selbst allerdings auch als einen Teil des Ich.

Das Selbst ist zuständig für die Selbstwahrnehmung und -steuerung eines Menschen sowie in dessen Austausch mit anderen, also auch für die Bereiche Kommunikation und Bindung. Das S elbstbild eines Menschen wird aus seinen Selbstrepräsentanzen, d. h. durch seine realitätsbezogenen Vorstellungen über sich selbst, bezogen. Da das Selbst im Unterschied zum Ich nicht reflexionsfähig ist, ist die Ausbildung eines kritischen Selbst eine wesentliche Aufgabe des Ich, das über die entsprechenden notwendigen Funktionen -   Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis - verfügt, um die Grenzen des Selbst realistisch zu erfassen und in dem Bewusstsein widerspiegeln können. Werden diese vom Selbst erkannt, spricht man von Selbsterkenntnis. Die Entwicklung des Selbst kann auch als Prozess der Kompromissbildung beschrieben werden, da das Ich als vermittelnde Instanz zwischen den An forderungen von Es, Über-Ich und sozialen Außen fungiert. Im optimalen Fall entwickelt sich ein stabiles und zur Konfliktbewältigung fähiges Selbst.

neue und bewusste Auseinandersetzung mit Ihren aktuellen leidvollen Erfahrungen möglich gemacht, was deren Einfluss auf das jetzige Leben mindert und so zu einer Verbesserung führt. Beim Sprechen über das, was Sie bedrückt, geht es darum, gemeinsam die den Beschwerden



zugrunde liegenden Strukturen zu erkennen.Dabei können auch schmerzliche oder unangenehme Gefühle auftauchen. Dieses Wahrnehmen und Aushalten der belastenden Emotionen ist für das Verständnis der Ursachen und eine Veränderung in Richtung neuer Strukturen und damit mehr Lebenszufriedenheit und Gesundheit wichtig.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und fußt auf den Weiterentwicklungen und Modernisierungen der Lehre Freunds sowie seiner Schüler. In den letzten Jahrzehnten hat es grundlegende Forschungen und Entwicklungen unter anderem in den Bereichen der Selbstpsychologie, der Individualpsychologie, der Objektpsychologie, der Konfliktpsychologie und der Neuropsychoanalyse gegeben, die in unsere Arbeit einfließen.

Psychoanalytisch-interaktionelle Psychotherapie

Die psychoanalytisch-interaktionelle Psychotherapie ist eine Sonderform der analytisch begründeten Psychotherapie, die vor allem für Patienten mit Störungen aus dem Bereich der Suchterkrankungen (Alkoholismus, Medikamentenabhängigkeit) und der Persönlichkeitsstörungen wie z.B. Borderline oder narzisstische Persönlichkeitsstörung entwickelt wurde und in der Regel als Langzeitbehandlung durchgeführt wird. In den letzten Jahren ist die Form der Behandlung in Fachkreisen besonders durch Prof. Dr. Rudolf auch als strukturfördernde Psychotherapie bekannt geworden.

Während in der oben beschriebenen tiefen­psychologisch fundierten Langzeittherapie die Aktivität in den therapeutischen Gesprächen vorwiegend beim Patienten liegt, dominiert in dieser Therapieform das "Prinzip Antwort", dass heißt, dass wir viel unmittelbarer auf Sie reagieren und Ihnen konkretere Rückmeldungen geben, Ihnen ein wesentlich greifbareres Gegenüber bieten und damit mehr Halt und Sicherheit vermitteln. Auch geht es weniger um das Aufarbeiten des Vergangenen, sondern vielmehr um eine allgemeine Stabilisierung und Festigung mit dem Ziel einer besseren und zufrieden stellenden Lebensbewältigung. Diese Therapieform wird aus mehreren Gründen in der Regel in einem weniger intensiven zeitlichen Setting von einer Therapiesitzung alle 2 Wochen durchgeführt, was unter anderem den Vorteil hat, dass dadurch die Zeit der Therapie länger ist und langsame Veränderungsprozesse zugrundeliegender psychischer Strukturen besser begleitet werden können.

   
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