Bei der Transaktionsanalyse handelt es sich um eine Theorie und ein psychotherapeutisches Vorgehen, das von Eric Berne, einem kanadischen Psychiater, in den 1950er Jahren entworfen wurde. Weiterentwickelt hat es im Wesentlichen sein Schüler Thomas Harris.
Die Transaktionsanalyse versteht sich selbst als auf der Freud'schen Psychoanalyse fußendes Modell der Persönlichkeit, bei dem vor allem Praxisbezug und Verständlichkeit im Vordergrund stehen sollten. Ihr Ziel ist, die Veränderung und Entwicklung der Persönlichkeiten zu fördern. Zentral ist dabei eine Verbesserung der menschlichen Kommunikation. Als Einheit der Kommunikation definiert sie eine Einheit verbaler und non-verbaler Informationen, die als „Transaktion“ bezeichnet werden.
Grundlegend für die Transaktionsanalyse ist ein Strukturmodell, das von drei Persönlichkeitsbereichen innerhalb der Persönlichkeitsstruktur jedes Menschen ausgeht. Diese wurden als „Ich-Zustände“ (Harris) oder auch als psychische Organe (Berne) bezeichnet. Demnach werden in verschiedenen kommunikativen Akten Eltern-Ich (Exteropsyche), Erwachsenen-Ich (Neopsyche) oder Kindheits-Ich (Archeopsyche) umgesetzt. Diese haben sich in verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung herausgebildet.
Im Zustand des Kindheits-Ichs kommuniziert der Mensch so, wie es seiner Situation als Kleinkind entsprach. Unterordnung und geringes Selbstwertgefühl kennzeichnen diesen Zustand, der durch die Wahrnehmung eigener Schwäche und elterlicher Allmacht geprägt war. Positive Aspekte des Kindheits-Ichs sind ein hohes Maß an Kreativität, Emotionalität und Begeisterungsfähigkeit.
Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein einerseits, autoritäres Verhalten andererseits treten hingegen auf, wo das Eltern-Ich aktiviert wird. Hier handelt und kommuniziert die Person so, wie sie selbst es von ihren Eltern in der Kindheit erlebte. Das Erwachsenen-Ich kommuniziert, denkt und handelt auf der Grundlage rationaler Überlegungen. Es sollte in der Lage sein, Verhaltensweisen, welche durch das Wirken eines der beiden anderen Persönlichkeitsbereiche gesteuert werden, zu kontrollieren, zu steuern und rationaler Prüfung zu unterziehen.